Das Landratsamt Enzkreis informiert über diverse Schnittkurse, Pflanzaktionen und eine Ausbildung zum "Obst- und Gartenfachwart".

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Der "Ersinger Frühzwetschge" ist Streuobstsorte des Jahres 2022

 

Die Ersinger Frühzwetschge ist eine frühreife, geschmacklich gute Zwetschge, die sich für den Selbstversorgeranbau eignet. Sie stammt aus dem badischen Ersingen bei Pforzheim und wurde erstmals 1896 in Baden-Baden präsentiert. Sie kommt auch heute noch in der Region um Pforzheim häufig vor.

 

Weitere Namen: Ahlbacher Frühzwetschge, Weißentaler Frühzwetschge, Eisentäler Frühzwetschge, Gerber Frühetschge, Goldquelle, Wiesenthäler, Early Blue (USA).

 

Herkunft: Zufallssämling aus dem badischen Ersingen bei Pforzheim, der erstmals 1896 auf einer Obstausstellung in Baden-Baden präsentiert wurde. Anbau seit ca. 1930.

 

Baum: Starkwachsend mit breiter, pyramidaler bis kugeliger Krone, relativ langes, hängendes Fruchtholz. Jahrestriebe im oberen Drittel deutlich behaart, Blüte mittelfrüh. Hellgelbes Laub. Ertragreich, Alternanzneigung. Scharkatolerante Sorte, neigt in feuchten Jahren zu Fäulnis. Sonniger bis halbschattiger Standort, auf humosem Boden.

 

Pflückreife Frucht: Reife stark folgernd Mitte Juli bis August, mehrmaliges Durchpflücken. Rötlich- bis dunkelviolette Färbung. Mittelgroße, länglich ovale Frucht, schwach bereift, gelbgrünes, relativ weiches Fruchtfleisch, saftig, angenehm würziger und säuerlich erfrischender Geschmack. Wenig transportfähig.

 

Verwendung: Zum Frischverzehr, Kompott, Mus und Marmelade.

 

Bei Bedarf ist über den LOGL ein digitales Bild  zu beziehen.

 

Text: Rolf Heinzelmann, LOGL

Fotos: Bernhard Reisch

 

Literaturangaben:

Hartmann, W.: Farbatlas Alte Obstsorten, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2015.

 

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